50806979Wer heute ein Haus baut, möchte auch in Zukunft kostensicher und komfortabel wohnen – möglichst unabhängig von kommenden Energiepreissteigerungen. Daher ist für viele Bauherren ein geringer Energiebedarf inzwischen ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl ihres neuen Zuhauses. Ganz nebenbei leisten sie so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Im Baubereich wird eine Vielzahl von Energiestandards zur Bezeichnung von Gebäuden verwendet, wobei nicht jeder Standard auch wirklich eine qualitative Aussage leistet. Beispielsweise ist der Begriff Energiesparhaus nirgendwo verbindlich definiert. Bezeichnet also ein Hersteller ein Gebäude als Energiesparhaus, so kann ein Kunde daraus keinerlei Rückschlüsse auf das tatsächliche Einsparpotenzial ableiten.

Anders sieht es bei Begriffen wie Niedrigenergiehaus, Passivhaus oder KfW Effizienzhaus aus. Hier existieren klar festgelegte Grenzen für den Heizwärmebedarf oder den Primärenergiebedarf.

Das neue Gütesiegel Effizienzhaus der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) kennzeichnet Wohngebäude mit einem besonders niedrigen Energiebedarf.

Es bestätigt, dass der berechnete Energiebedarf des Gebäudes nach Fertigstellung deutlich niedriger ist als gesetzlich gefordert. Bauherren erhalten mit dem Gütesiegel ein verlässliches Auswahlinstrument, ohne sich mit technischen Details der Bauausführung beschäftigen zu müssen.

Um das Gütesiegel zu erhalten, muss dieser in einem von der dena entwickelten, qualitätsgesichertem Verfahren nachgewiesen werden. Man kann sich also darauf verlassen:

Wo Effizienzhaus drauf steht, ist auch Energieeffizienz drin!

Für Bauherren, deren Objekte die Anforderungen der Energieeinsparverordnung erfüllen, können vor Beginn der Bautätigkeiten zinsgünstige Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Diese Darlehen besitzen eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber "herkömmlichen" Krediten, die von Banken etwa bei der Finanzierung von Bauvorhaben bereitgestellt werden.

Wer sich also zum Bau oder Kauf eines solchen Hauses entschließt, kommt in den Genuss der KfW Förderung.

Grundlegend gilt: Je höher die Energieeffizienz des Gebäudes (je kleiner die Zahl), umso attraktiver ist die Förderung!

KfW-Effizienzhaus 55

KfW-Effizienzhaus 55benötigt nur 55 Prozent der Energie, die ein Neubau in Deutschland maximal verbrauchen darf. Der Transmissionswärmeverlust liegt bei 70 Prozent im Vergleich zum Referenzgebäude.
Es ist derzeit der höchste von der KfW gesetzte Förderstandard.


Die Richtwerte werden der Energiesparverordnung (EnEV) entsprechend alle zwei Jahre angepasst. Um diese sehr guten Werte zu erreichen, werden in der Regel folgende Maßnahmen durchgeführt:

  1. Die bauliche Hülle des Gebäudes wird sehr hoch wärmegedämmt. Fenster und Türen sind dabei dreifach verglast und nach der Sonne ausgerichtet, damit über das Dach und die Fenster Wärme gewonnen wird.
  2. Es wird eine primärenergieeffiziente Heizungsanlage eingebaut.
  3. Es wird eine thermische Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasserversorgung eingebaut.
  4. 80 % der Abluft wird über eine kontrollierte Wohnungsentlüftung zurückgewonnen. Dazu ist eine zentrale Lüftungsanlage notwendig.

Energiesparlösungen

Wer heute ein Haus baut, möchte auch in Zukunft kostensicher und komfortabel wohnen – möglichst unabhängig von kommenden Energiepreissteigerungen. Daher ist für viele Bauherren ein geringer Energiebedarf inzwischen ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl ihres neuen Zuhauses. Ganz nebenbei leisten sie so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.